Xitrail entdeckt neuland

Como

Alex will kurzentschlossen für Samstag/Sonntag an den Comosee. Der erste Gedanke: was soll das bringen? Der zweite dann: why not? Gib der Sache eine Chance. Vorab: gute Idee!

So klettere ich am Samstag um Punkt Sieben in Leos Bus; Alex und Christian sind schon vorher zugestiegen. Verkehr Null, wir kommen gut voran. ViertelVorZehn sind wir in Albavilla am Comosee, um Zehn auf den Bikes, die Sonne lacht.

Die Höhenmeter wachsen, kleine Straßen, Trails und Steinplattenpfade verschwinden rasch unter den Stollen und der Monte Bolettone ist noch vor Mittag erreicht. Eine kleine Pause in der warmen Sonne und schon mäandern wir weiter auf den umliegenden Pfaden. Planänderung, weil auf dem vor uns liegenden Wunschtrail gerade Wildschweine geschossen werden (eines liegt nur 100 Meter vor uns und wird wohl bald zur Gaumenfreude mutieren) und wir uns nach Warnung eines Jagdbeteiligten schnell einig sind, uns nicht in Lebensgefahr zu begeben, sei es durch eine angeschossene Wildsau oder durch einen nervösen Jäger mit Sehbehinderung.

Dann Akkuwechsel beim Auto und sofort wieder auf den Trail, die Tage sind noch kurz, Mitte Jänner. Trailzeit zu kostbar für eine Einkehr, selbst der Espresso muss warten. Und wieder jagt uns Alex kreuz und quer durch den Wald und über meist flowige Trails, die sich allerdings oft unter einer Wadenhohen Laubschicht verstecken. Fun vom Feinsten. Kaffe&More runden Tag Eins ab, bevor wir zu unserer Unterkunft rollen. Mein Akku macht prompt 100 Meter davor schlapp, das Akkumanagement hätte nicht besser sein können. Danach Routine, duschen, quatschen, fein machen und Kalorien auffüllen in einem etwas extravaganten Lokal auf dem Kirchplatz, das Personal wirkt wie direkt aus der Rocky Horror Picture Show entsprungen aber vielleicht habe ich mir das auch nur so eingebildet. Anyway, gestärkt und vielleicht nicht mehr ganz nüchtern beschließen wir Tag Eins.

Sonntag Morgen um Halb Neun aushecken, ein frugales Frühstück, und dann ab auf den Trail. Fast! Wir lernen: Fun kann fies sein, Christian hat sich am Vortag bei so einem Laub bedeckten Coloir sein Schaltwerk nachhaltig zerstört, was erst jetzt bemerkt wird. Der Versuch einer improvisierten Reparatur scheitert kläglich und so starten wir heute nur zu Dritt.  Das Wetter ist nicht mehr so toll wie gestern, auf dem höchsten Punkt der Tour haben wir Wind und Schneegestöber aber die, teils technischen, Trails sind trocken und flutschen nur so dahin. Nach gut 2 Stunden sind knapp 1000 Höhenmeter up&down schon wieder Geschichte und nach einem formidablen Mittagessen bringt uns Leo schon wieder Richtung Homeland. Zeit, um den Kurztripp mit gut 3000 Höhenmetern toller uphillflows und Trails revue passieren zu lassen, Geschichten zu erzählen, lachen und uns in Vorfreude auf die nächsten Trails zu üben.

Fazit: es hat sich mehr als nur rentiert für die 2 Tage an den Comosee zu fahren und es war eine gute Zeit mit Freunden und um zwei Geburtstage zu feiern.

Italien
einfach
Alle NewsDownload

Alex will kurzentschlossen für Samstag/Sonntag an den Comosee. Der erste Gedanke: was soll das bringen? Der zweite dann: why not? Gib der Sache eine Chance. Vorab: gute Idee!

No items found.
No items found.